Haikus von 04.06.2020 Corona

Haikus 20 vom 04. Juni 2020 Corona

Raus in die Natur

Träume von Blumenwiesen

Und Bienenschwärmen

+

Konrnfelderdüfte

Vögel hoch in den Lüften

Treckergeräusche

+

Ein Bächlein im Wald

Glucksen der kleinen Quellen

Frösche quaken laut

+

Auf Schusters Rappen

Ich wandere durch die Welt

Seh den Horizont

+

Ich schwimme im Meer

Mit den Wellen weit hinaus

Um zu ertrinken

+

Mutter Traurigkeit

Tränenreich ist mein Leben

Wo führt es mich hin

+

Vater Zärtlichkeit

Die ich nicht mehr spüren kann

Niemand tröstet mich

+

Wunder der Natur

Lassen sich nicht aufhalten

Artenreichtümer

+

Naturwunderland

Corona existiert nicht mehr

Ist ausgestorben

+

Zukunft löscht sie aus

Schatten der Vergangenheit

Corona ist da

( © Monika Zelle  04. Juni 2020 )

Haikus vom 02.06.2020 Corona

Haikus 19 vom 02. Juni 2020 Corona

Sonnenstrahlen satt

Die Sonne wärmt mein Gesicht

Ein Vogel zwitschert

+

Ruhe in der Stadt

Kein Wölkchen am Himmelszelt

Pfingsten ach wie schön

+

Nichts kann sie halten

Die Menschen sind unterwegs

Auch Corona nicht

+

Ich bleibe zu Haus

Schreibe meine Haikus auf

Gar nichts hält mich auf

+

Wanderung nach Holm

Zu Pfingsten in der Heide

Mit Onkel Ewald

+

Die Holmer Mühle

Das Kleinod an der Luhe

Kleine Kapelle

+

Bad in der Luhe

Da, eine Bachforelle

Schießt an uns vorbei

+

Meine Graugänse

Sie fliegen in den Süden

Auch mit Corona

+

Phantasiebilder

Wolkeninseln am Himmel

Himmelswunderwerk

( © Monika Zelle 02. Juni 2020 )

Haikus vom 03.06.2020 Corona

Haikus 20 vom 03. Juni 2020 Corona

Der Wind tost im Baum

Als gäbe es kein Morgen

Lindenblütentee

+

Orkangetöse

Äste fallen von den Bäumen

Vorsichtsmaßnahmen

+

Der Klimawandel

Sturmflut immer häufiger

Wasserstandspegel

+

Überflutungen

Malediventsunami

Welt geht unter

+

Nicht aufzuhalten

Die Klimakatastrophe

Änderungstaktik

++

Straßenspaziergang

Es hat sich nichts geändert

Stadtlärm ringsherum

+

Die Angst im Nacken

Corona isst Seele auf

Und den Mensch dazu

+

Wo Du jetzt auch bist

Ich werde Dich nicht suchen

Coronateufel

+

Ich hasse Muff und Enge

Peter Maffay Superstar

Dinge tut man nicht

+

Bodo Wartke pur

Kabarettist vom Feinsten

Ein bayerischer Bub

( © Monika Zelle  03. Juni 2020 )

Haikus vom 01.06.2020 Corona

Haikus 13 vom 01. Juni 2020 Corona

Die Zahlen steigen

Hohe Arbeitslosigkeit

+Menschen sind in Not

+

Die Regierung hilft?

Unterstützen nur Reiche

Reichensteuerpflicht

+

Einkunftseinbußen

Sorgen um Mietbelastung

Und doch verreisen?

+

Fremdarbeiterlos

Unterbringungsprobleme

Coronagefahr

+

Notsituation

Pandemiegerechtigkeit

Wer bleibt am Leben?

+

Wahr oder nicht wahr

Die Verschwörungstheorien

Das ist die Frage

+

Ärzte machen krank?

Verschwörungstheorien?

Wahr oder nicht wahr

+

Wem soll man glauben

Das Selbstbewusstsein bricht weg

Instabilität

+

Luft auf dem Balkon

Keine Freiheit zu spüren

Nur Geranien

+

Heidesehnsuchtsort

Schreien ganz laut in den Wald

Einengung der Stadt

( © Monika Zelle 01.06.2020 )

Mona

Mona

Sinnend stand Mona vor dem Antiquariat ihres ehemaligen Arbeitgebers Henry Albers, und schaute sich sehnsüchtig die Auslagen der zahlreichen Bücher im Schaufenster an.

Neben ihr im Kinderwagen ihr halbjähriger Sohn Martin, er schlief tief und fest.

Mit seinen roten Bäckchen sah er zum anbeißen aus.

Dennoch, wie gern würde sie wieder bei Albers Bücher an den Mann, aber vor allem auch an die Frau bringen.

Hatte sie doch hier drei ein halb Jahre den Beruf der Bibliothekarin gelernt.

Es hatte ihr große Freude bereitet, den Menschen den Inhalt der Bücher zu beschreiben,  sie für ein gutes Buch zu begeistern, und es Ihnen, wenn es gut lief, auch noch zu verkaufen.

Albers war sehr zufrieden mit ihr, und bedauerte es, als sie ihm offenbarte, dass sie heiraten würde.

Mona betrat mit Martin den Laden.

„ Ah, Frau Lindemann, wie schön Sie zu sehen. Steht Ihnen gut zu Gesicht, das Kind!“

rief Henry Albers in seiner jovialen Art.

Man merkte ihm die Freude an, Mona zu sehen.

Er trat auf sie zu, und flüsterte:

„ Wollen Sie nicht wenigstens für ein paar Stunden wieder bei mir arbeiten? Ich würde es sehr begrüßen, Sie fehlen!!

Mona schaute ihren Chef mit großen Augen an. Wie gern würde Sie das tun.

Nur für ein paar Stunden.

Für Martin wäre gesorgt, ihre Mutter würde mit Freude auf ihren kleinen Sonnenschein aufpassen.

„ Herr Albers, wie gerne würde ich das tun, aber mein Mann, ich benötige die Unterschrift meines Mannes, wenn ich wieder bei Ihnen eintreten wollte!“

„ Na, das dürfte Ihnen doch keine Schwierigkeiten bereiten, oder?“, meinte Albers.

Es war schwierig.

Auf keinen Fall wollte Kurt, dass sie wieder arbeitete, und da kannte er kein Pardon.

Sie sollte für das Kind und das Haus da sein, wie es sich in einer ordentlichen deutschen Familie gehörte.

Der Mann verdiente das Geld, die Frau war zu Hause.

Wie Trance schob sie den Kinderwagen und Martin nach Hause.

Albers wollte sie, und nur sie. Es musste ihr gelingen, Kurt zu überreden.

Nachts träumte Mona davon, wie sie auf der Büchertreppe stand, um die neuen Bücher einzusortieren, oder eines der Bücher aus der Regalwand zu nehmen.

Aber mit ihrem Mann war nicht zu reden, obwohl sie den Nebenverdienst gut gebrauchen konnten.

Gerade hatte Kurt einen Kreditvertrag bei einem Autohändler unterschrieben.

Wo war der denn denn gleich.

Ach ja, im Sekretär. Mona öffnete die Schieblade, nahm den Vertrag heraus, und studierte ihn eindringlich. 

Jeden Monat 100 D-Mark, wie sollten sie das schaffen, mit dem kleinen Angestelltengehalt von Kurt. 

Da, seine Unterschrift.

Mona hatte eine Idee. 

Wenn der Kleine schlief, übte sie, stundenlang, tagelang, wochenlang „ Kurt Lindemann, gar nicht so einfach.

Strahlend überreichte sie Albers eines Tages den unterschriebenen Arbeitsvertrag.

„ Ein Skandal“,schrie Kurt, als er davon erfuhr. „ Das ist Urkundenfälschung!“, was hast Du Dir dabei gedacht, Mona!“

Ein Skandal, wirklich ein Skandal?

Schnell gewöhnte auch Kurt sich an den Nebenverdienst seiner Frau, konnten sie doch jetzt mühelos die Rate für das Statussymbol abbezahlen. 

( © Monika Zelle 26.05.2020 )

Haikus vom 30.Mai 2020 Corona

Haikus 11 vom 30. Mai 2020 Corona

Corona lauert

Die Kuh ist noch nicht vom Eis

Leute seid wachsam

+

Bei den Öffnungen

Werdet nicht übermütig

Bleibt alle achtsam

+

Haltet den Abstand

Auch wenn es manchmal schwer fällt

Es lohnt allemal

+

Ansteckungsgefahr

Die Zahlen steigen wieder

+Es ist nicht vorbei

+

Freut Euch nicht zu früh

Corona bleibt für immer

Auf dieser Erde

+

Corona ist Krieg

Krieg gegen die Menschlichkeit

Leute bleibt friedlich

+

Undurchsichtigkeit

Menschen lieben den Irrsinn

In ihrem Wahnsinn

+

Mir blutet das Herz

Kann die Lea nicht kosen

Muss vernünftig sein

+

Wetteraussichten

In unsicheren Zeiten

Kalt und regnerisch

+

Die Landungsbrücken

Menschentrauben Brücke 3

Finkenwerderschiff

( © Monika Zelle 30.05.2020 )

Haikus vom 29. Mai 2020 Corona

Haikus 11 vom 29. Mai 2020 Corona

Familienfeiern

Nicht einfach zu begehen

Abstandsregelung

+

Astrid Lindgren Film

Leise klingt meine Linde

Ein Buch von Astrid

+

Ein Frauenleben

Von Kirche keine Hilfe

Unschuldiges Kind

+

Frauenpower pur

Schrei wenn Du es kannst

Emanzipation

+

Film Woman in gold

Von berühmten Maler Klimt

Mit Helen Mirren

+

Wollen wir tanzen?

Corona verbietet es

Getrennte Wege

+

Gemeinsamkeiten

Werden nicht mehr ausgetauscht

Das Leben zu zweit

+

Menschen sind einsam

Kommen nicht mehr aus dem Haus

Alleingelassen

+

So ein Teufelswerk

Von des Menschen Hand gemacht

Coronahölle

( © Monika Zelle  29.05.2020 )

Haikus vom 28.05.2020 Corona

Haikus 11 vom 28. Mai 2020 Corona

Machtvoll und schwungvoll

Nimmt das Virus seinen Lauf

Kommt Leute kauft es

+

Rhabarberkuchen

Neue Backlust ist entfacht

Coronafreizeit

+

Lea Enkelin

Geht wieder in die Kita

Ist ja auch wichtig

+

Kinderspielezeit

Endlich Freunde treffen

Vorschulunterricht

+

Wir vermissen Dich

Wann schläfst Du wieder bei uns?

Steht in den Sternen

+

Einsamkeitsgefühl

Nur Telefongespräche

Sozialkontakte

+

Traurigkeitsgefühl

Weine ganz still für mich hin

Endliche Ruhe

+

Wir haben nur uns

Die anderen sind so fern

Wiedersehen wann?

+

Tiefer fester Schlaf

Er will nicht zu mir kommen

Wunschvorstellungen

+

Täglicher Rundgang

Die Entdeckungsreiselust

Immer wieder neu

( © Monika Zelle  28.05.2020 )

Haikus vom 27.05.2020 Corona

Haikus 10 vom 27. Mai 2020 Corona

Waldesluft spüren

Den Duft der hohen Kiefern

In mich aufsaugen

+

Grüner Blätterwald

Der Baum vor meinem Balkon

Gibt Kraft und Ruhe

+

Er wiegt sich im Wind

Spricht leise Worte zu mir

Zeigt sein schönstes Kleid

+

Wächst in den Himmel

Wird mit mir zusammen alt

Lebenselixier

+

Mein guter Freund Baum

Wird er mich überleben?

Ich hoffe es sehr

+

Wattwanderungen

Wo bist Du meine Natur

Barfußlaufen spüren

+

Das Meer kommt zu mir

Wellen umschmeicheln Füße

Ist nicht nur ein Traum

+

Träume werden wahr

Irgendwann und irgendwo

Corona ist weit

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Die Spuren im Sand

Irgendwann verschwinden sie

Das Meer spült sie fort

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Sind die Menschen fort

Wird die Natur aufatmen

Sich ganz erholen

( © Monika Zelle  27.05.2020 )

Haikus vom 26.05.2020 Corona

Haikus 9 vom 26. Mai 2020 Corona

Keiner kann`s halten

Sie sind wieder unterwegs

Auf Deubel komm raus

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Reiseöffnungen

Die Staus nehmen kein Ende

Der Umwelt zum Trotz

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Die Umtriebigen

Die es sich leisten können

Die Daheimgebliebenen

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Hyperaktive

Geduld ist eine Tugend

Rechnung mit dem Wirt?

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Abgasrauchschwaden

Nehmen wieder ihren Lauf

Die Pole schmelzen

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Die Natur wehrt sich

Bis die Wellen hochschlagen

Dann ist es zu spät

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Menschen sind nicht klug

Es wird alles wie es war

Bis die Erde brennt

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Bienen sterben aus

Insektensterberate

Ernährungspläne?

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Steinwüstenkoller

Rundherum kein Baum kein Strauch

Mietskasernenblues

( © Monika Zelle 26.05.2020 )