Buchweizentorte

Büsenbachtal.

Elsa vom Denksport ( auch schon über 80) erzählt mir, dass sie allein mit dem Zug in die Heide gefahren ist. Ins Büsenbachtal.

Ich so: Du, alleine ins Büsenbachtal, das glaub ich jetzt nicht.

Sie So: Wieso?

Ich: Da habe ich mein halbes Leben verbracht, auf dem Land, was mein Bruder einfach verscherbelt hat. Bin da noch nie alleine hingefahren.

Sie so: Dann mach das doch einfach.

Ich: Mach ich auch. 

Als ich das meiner besseren Hälfte erzähle, meint er:

Machst Du sowieso nicht.

Ich: Doch, ich mach`s.

Er: Glaub ich Dir nicht.

Ich: Wirst Du ja sehen.

Und dann steige ich tatsächlich aus dem Regionalzug an der Station Büsenbachtal aus.

Der Zug ist durchgefahren vom Harburger Bahnhof, und war pünktlich. Wow.

Zu Fuß gehe ich durch das Büsenbachtal bis zur Brücke, wo der Büsenbach sonst immer plätschert. Ich traue meinen Augen nicht. Kein Büsenbach. Ausgetrocknet. Genießen Sie den Klimawandel, denke ich. Der Weg zum Katzenberg hoch, eine Völkerwanderung wie auf der Mönckebergstraße. Das Tal scheint zum Hotspot mutiert zu sein. 

Ich wandere zu unserem ehemaligen Heideland. Mit Bäumen und Büschen zugewachsen wie im Dschungel. Die Hütten verfallen. Ich fasse es nicht. Seit es 2011 verkauft wurde, nichts passiert. Nur unser Namensschild „ Klein“ ist, an der noch ein bisschen grünen, fast verrosteten Pforte zu sehen.

Ich laufe weiter, vorbei an dem Haus meiner Großcousine. Nichts regt sich. Weder in ihrem Haus, noch auf ihrem Grundstück. Weiter geht’s zum Grundstück meines Onkels, das mein Cousin auch an Fremde verscherbelt hat, ohne seiner Schwester etwas zu sagen. Arschgeige. Genau wie mein Bruder.

Zurück geht’s zum Cafe Schafstall. Auf dem Weg entlang des vertrockneten Büsenbachs fliege auf die Schnauze , und komme nicht mehr hoch. Das verdammte Alter, und das verdammte Gewicht. Alt sein ist nichts für Feiglinge. Zwei kräftige junge Männer helfen mir wieder auf die Füße. Wütend starre ich sie an. Nichts passiert.

Im Cafe Schafstall ist kein Platz mehr frei. Ade Du leckere Buchweizentorte. Noch von Oma gebacken. Zwischen hunderten von parkenden Autos laufe ich zurück zur Bahnstation, um den Zug nach Hamburg um 17.04h noch zu erwischen. Pustekuchen. Eine Stunde warte ich mit anderen Bahnreisenden auf den verdammten Zug. Überschrift die Bahn, die natürlich überfüllt ist. Für mich (auch bald 80) steht niemand auf. Dann noch das Umsteigen in Buchholz. Wieder eine Stunde warten, wieder kein Sitzplatz. Scheiße.

Völlig geschafft komme ich zu Hause an.

Er so: Na, war`s schön.

Ich: Super

Er: Na dann!

In der Nacht bekomme ich tierische Schmerzen, und kriege kaum noch Luft. Habe mir wohl Rippen verstaucht, oder sogar gebrochen? Kann man sowieso nichts machen. Müssen von selbst heilen. Das kann dauern. Zum Arzt gehe ich nicht. Einen Termin gibt’s frühestens in einem halben Jahr. Frühestens. Armes Deutschland.  Zum Glück brauche ich keine Krankschreibung mehr. Bin ja schon lange in Rente. Die Jungen müssen jetzt ihrem Arbeitgeber am ersten Tag ein Attest einreichen. Doof. Sind ja sowieso alle faul, die Deutschen. 

( © Monika Zelle 29.09.2026 )

Der Geruch von Glück

Der Geruch und Geschmack von Glück

Der Geruch der Haut meines Babys in meinem Arm.

Der Geschmack geklauter Kirschen aus Nachbars Garten.

Der Duft des Waldes, wenn ich im Zittergras liege.

Der Duft frisch gebackenen Kuchens im Treppenhaus.

Der Geschmack salziger Meeresluft auf meiner Zunge.

Der Duft von Lavendel, der mich an die Reisen in die Provence erinnert.

Der Geschmack von Schneeflocken auf meiner Zunge.

Misses Smillas Gespür von Schnee.

Ein unverhoffter Kuss.

Das heimeliger Gefühl des Zusammenseins mit Freundinnen.

Am Stintfang

Am Stintfang

So lang es noch Zitronenfaltern gibt

So lang ich bin immer noch verliebt

In Dich und in das Leben

Solang wird’s Hoffnung geben

Solang ich atmen kann

Und dann und wann

Das Leben spüren

Werde ich mich und Dich nicht verlieren

So lang die Sonne scheint

Oder auch der Himmel weint

Solang die Bienen schwirren

Werd ich mich nicht verirren

So lang der Mut mich nicht verlässt

Im wirren Baumgeäst

Umarm ich meinen Baum

Du ewiger Lebenstraum

( © Monika Zelle  13.07.2025 )

Ein Sommertag

Ein Sommertag

Wie ich ihn mag

Einen Liebsten an der Hand

Im schönen Heideland

Durch die Wälder streifen

Wo die Bickbeeren reifen

Tiefblaue Mündchen

Ein Schäferstündchen

Auf weichem Moos

Durch die Kiefern groß

Sonnenstrahlen blitzen

Die Leiber sich erhitzen

Abkühlen im nahen Fluss

Noch ein letzter Kuss

Dann geht’s zurück zur Bahnstation

Der Vorortszug der wartet schon…..

( © Monika zelle  11.07.2025 )

Tennessee Waltz

Tennessee Waltz

Ich bin verliebt.

Sehr verliebt.

Zum ersten Mal.

Ist es Liebe auf den ersten Blick?

Ich weiß es nicht.

Wir sind jung.

Sehr jung.

Jeden Samstag gehen wir zusammen ins Haus der Jugend.

Disco.

Wir tanzen.

Tanzen.

Bis zur völligen Erschöpfung.

Nach dem neuen Schlager von Alma Cohan auf deutsch.

Tennessee Waltz.

Auch gesungen von Connie Francis auf Englisch.

Doch dann.

An einem Samstag tanzte er mit einer Anderen.

Nach unserem Lied.

Und sie tanzten verliebt nach dem Tenn Tenn Tenn Tennessie Waltz.

Aber ich sah allein ihnen zu.

Und heut Abend bin ich einsam, aber mein Boy geht gemeinsam mit ihr, 

seit dem Tenn Tenn Tennesee Waltz.

Zum ersten Mal weiß ich, was Liebeskummer bedeutet.

Unendliche Traurigkeit.

Bis zu dunklen Gedanken.

Schlaflosigkeit. 

Wut über seine Untreue.

Eifersucht.

Lebensmüdigkeit.

Doch dann.

Irgendwann.

Geht auch das vorbei.

Der Lebensmut kehrt zurück.

Eine neue Liebe.

Wieder Liebe auf den ersten Blick.

Tanzen nach unserem Lied.

Nach dem Tenn Tenn Tennessie Waltz.

( © Monika Zelle 30.06.2025 )

Immer Sonntags

Immer Sonntags

Schlaf ich lang

Ist mir bang

Immer Sonntags

Der Kirchgang

Macht mich krank

Kirchgesänge

Orgelklänge

Gottes Dank und Segen

Nieselregen

Sonntagsbraten

Rätselraten

Mittagsschlaf und Kaffeetrinken

In Gedanken dann versinken

Spießrutenlaufen im Park

Nachbars Lumpi macht sich stark

Tagesschau und Abendbrot

Beim Tatort bleiben viele tot

Nur im Bett ja nur im Bett

Ist`s richtig nett…..

( © Monika Zelle  27. Mai 2025 )

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel

Sie setzt einen Fuß vor den anderen. Neben ihr ihre Freundin Bärbel. Wie waren sie nur auf diese Wahnsinnsidee gekommen, den Jacobsweg von St. Jean,  in Frankreich beginnend, nach Santiago de Compostela zu laufen, und das im Hochsommer.

Die Sonne brennt, keine Wolke in Sicht. Vollkommen verschwitzt gönnen sie sich eine Pause am Fluss Arga, der sich gemächlich durch die Landschaft schlängelt. Sie entledigt sich ihrer Kleidung, und nimmt ein erfrischendes Bad.

Die Freundin badet nur mit den Füßen. Die Blasen schmerzen, müssen verarztet werden.

Die Familie ist schon längst mit dem Flieger in La Coruna gelandet, und verbringt dort herrliche Tage am Meer. Der Flug war ein Sonderangebot, einschließlich Mietwagen und Ferienhaus. Hoffentlich sagt es ihnen zu, und ist für die zehnköpfige Familie und die beiden Hunde geräumig genug. Der Garten schien auch groß genug zu sein auf dem Foto.

Ein bisschen neidisch war sie schon, jetzt nicht bei der Familie zu sein, ihre Freundin auch.

Sie hätten eine begleitete Reise machen können, wo das Gepäck in einem Auto gefahren wird, und wenn eine Person schwächelt, in dem Auto ein Stück mitfahren kann….

Aber das wollte sie und ihre Freundin auf keinen Fall.

Frei und unabhängig sein um jeden Preis, trotz ihres relativ hohen Alters.

Ihrer Seele die Gelegenheit geben, sich von den vielen Strapazen, und gesundheitlichen Beeinträchtigungen der letzten Jahre, zu erholen.

Sie baumeln lassen…

Die beiden Frauen nehmen frisch gestärkt durch das kühle Bad, und etliche Pflaster an den Füßen ihren beschwerlichen Weg wieder auf. Wie heißt es so schön?

Wer A sagt, muss auch B sagen…..

Weiter geht’s, ein Schritt vor den anderen.

Sie übernachtet nicht in einer der überfüllten Herbergen.

Sie hatte für sich und Bärbel günstige Pensionen in den Dörfern nahe des Jakobsweges für jeweils eine Übernachtung gebucht. 

Die Idee war den beiden auf ihrem Klassentreffen gekommen, das jedes Jahr am 2. Dienstag im April stattfindet. War es eine Schnapsidee? Man wird sehen!

Ihr Lehrer, 95 Jahre alt, war mit seiner Frau, 89 Jahre alt, auch immer noch dabei.

Sie bereisen oft Norwegen, um ihre Kinder hoch oben im Norden des Landes zu besuchen. Er fand die Idee der beiden Frauen sensationell.

Als ehemaliger Sportlehrer der Klasse, immer noch ziemlich fit, begrüßte er diese Idee voll und ganz.

Bärbel und sie mussten es einfach schaffen, auf Biegen und Brechen, auch wegen ihres Lehrers. Sie mussten sich beweisen.

Zumal die anderen Ehemaligen ziemlich skeptisch dreingeschaut haben.

Per Whats App konnte ihr Lehrer den Weg täglich begleiten, das hatte er sich ausbedungen.

Pamplona, die Stadt der immer noch blutigen Stierkämpfe, hatten sie inzwischen verlassen.

Täglich um 8 Uhr laufen die Stiere, begleitet von den Menschen, außer Schwangeren und Kindern, durch die Straßen. Es wird empfohlen, vorwärts zu laufen, auf keine Fall rückwärts, sonst ist man verloren. 

Weiter laufen, immer weiter, jetzt haben sie über Logrona Burgos bald erreicht. 

Die zwischenzeitliche Übernachtung mit dem köstlichen Abendessen hat sie für den nächsten Tag gestärkt. Auch die Blasen an den Füßen schmerzten nicht mehr so heftig.

Nach Burgos hätten sie es in ein paar Wochen über Leon und Sarria dann auch geschafft.

Aber es war noch eine ordentliche Strecke zu bewältigen.

Täglich versicherten sie ihren Angehörigen über Whats App Video, dass sie zwar sehr erschöpft, aber dennoch gesund und glücklich wären. 

Immer ein Fuß vor den anderen. Der Weg ist das Ziel……

You never walk alone.

( © Monika Zelle 10.04.2025 )

Nackt

Nackt.

Laut schreiend stürzte sie sich splitterfasernackt in die Fluten der Ostsee auf der Insel Als am Damm der Verbindung zu der Insel Kaegnes, von Adolf Hitler im 2. Weltkrieg erbaut, Autokrat, Diktator, Vegetarier, seine Parolen schreiend vor seinem Rednerpult, neben ihm sein Propagandaminister Josef Goebbels, Halbjude, Wortjongleur, der die Massen in seinen Bann zog wie kein Anderer, mit 6 Millionen Juden auf dem Gewissen.

Prustend, mit schnellen Zügen schwamm sie weit hinaus, die Wellen streichelten ihre weiche Haut, der 2. Weltkrieg gehörte längst der Vergangenheit an, an dem ihre Eltern, drei Mal in Hamburg ausgebombt fast zerbrochen wären, ihre Eltern, die sich nie schämten, nackt durch die Wohnung zu laufen, mit ihr zusammen zu duschen, was sie dann lauthals auf dem Hof der Frau Reifegerste kundtat, die staunend an ihrem offenen Parterrefenster stand, die dann abends gestikulierend ihrem Vater mit einer Anzeige drohte.

Freizügig sein, freigeistig, sich nackig machen, das hatte sie auch ihren beiden Kindern vorgelebt.

Schwer atmend schwamm sie weiter, immer weiter hinaus zum Horizont, der Sonne entgegen, immer in Gedanken bei ihren Eltern, wie diese laut lachend mit ihren sonnengebräunten Körpern nackend auf ihrem Heideland, drei Kilometer vom Dorf entfernt, im dichten Kiefernwald Verstecken und Kriegen spielten, dort wo sie in den 1930iger Jahren Bücher von Heine, Kästner und Bert Brecht Bücher in einer Eisenkiste vergruben, die sie nie wieder fanden.

In der Ferne sah sie ihren Mann am Strand spazierend, bekleidet mit T-Shirt und Schorts, an den Füßen weiße Socken, die in Sandalen steckten, Füße, die niemals den feinen Sand des Ostseestrandes zu spüren bekämen….

Aber er hatte ihr hoch-und heilig versprochen, wenn sie stirbt, und nicht mehr nackend in der Ostsee schwimmen konnte, ihre Urne genau an diesem besagten Damm zu bringen, um ihre Asche hier ins Meer zu streuen, genau hier.

In der Ferne sah sie ihren Bulli an der Steilküste stehen, grün mit weißem Dach, ein Oldtimer aus den 1970iger Jahren, den sie hoffentlich bald gegen ein Tinyhouse eintauschen konnte. 

Herr Sörensen, der Inhaber des Campingplatzes, hatte schon ein kleines Areal für sie reserviert. 

Ihr Blick ging abermals zur Steilküste, auf der sie sehr bald nackt, von der Sonne gestreichelt,

vor ihrem Tinyhouse sitzend, auf das Meer schauen würde. 

Das Leben ist schön.

( © Monika Zelle  01.04.2025 )

Voraussichten

Voraussichten

Wenn sich die Erderwärmung in den kommenden Jahren um 2° erhöht, ist das Miniaturwunderland, was eigentlich für die Ewigkeit erbaut sein sollte, in höchster Gefahr, überflutet zu werden.

Venedig würde im Meer versinken.

Die Hauptkirche St. Michaelis stünde voraussichtlich mit den Füßen im Wasser.

Die Bauern müssten anstatt Massentierhaltung längst auf Insektenproteine umgestellt haben.

Mücken überfielen Italien, und die Algen nähmen den Fischen den Sauerstoff.

Der Notstand würde ausgerufen….

Wenn Miriam gerade mit Paul in ihrem jährlichen Dänemarkurlaub noch mit den Füßen in der Ostsee planschte, wären die Regale der Supermärkte schon mit Weihnachtsmännern gefüllt.

Nicht aber in ihrem Biomarkt, in dem sie endlich wieder, wie seit gefühlten 50 Jahren, ihre geliebten Lebensmittel einkaufen würde, um sich und Paul um jeden Preis gesund zu ernähren. Auf die leckeren Brötchen, die nicht nur aus Luft bestanden, freute sie sich jetzt schon.

Auch auf die Rollenspiele am Telefon mit ihrer Enkelin. Lea freut sich bestimmt, wenn sie die Lego Friends Bausteine aus Dänemark so in zwei, vier, oder auch in acht Wochen in den Händen hält.

Dann würde sie ihre Zuckerschnute liebevoll in den Schwitzkasten nehmen.

Miriam machte sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Enkelin.

Wie würden die Kriege in der Welt sich entwickeln, oder kommt endlich der langersehnte Frieden. Friedensverhandlungen waren nicht in Sicht.

Wenn sich der Krieg in Europa ausweitet, wären nicht einmal Bunker in der Nähe.

Wahrscheinlich würden sie und Paul einfach in ihrer Wohnung verharren.

Am Himmel war der Mond zunehmend. Miriam würde wieder keinen Schlaf finden.

In ein paar Tagen würden sie die Rückreise antreten. Miriam machte sich Sorgen um die Autofahrt, sie spürte Pauls Unsicherheit am Lenkrad.

Die vielen LKWs auf den Autobahnen, die die Lagerräume ersetzten, machten ihm zu schaffen.

Zu Hause angekommen, würde sie ihm von Herzen danken, dass sie heil angekommen waren.

Miriam würde ihm sein Lieblingsessen kochen, natürlich vegan. Sie würde seine Wäsche waschen, und seinen Koffer auspacken, den der Sohn in die kleine Wohnung in der 2. Etage ihres Mietshauses getragen hätte. 

Es würde für sie eine große Umstellung bedeuten, wieder in dieser engen Wohnung zu leben, nachdem sie 14 Tage ein geräumiges Ferienhaus bewohnt hatte.

Paul interessierte das alles nicht. Er wird wieder ununterbrochen auf seinem I Phone Glücksspiele spielen.

Ihre Nachbarin hatte die Pflanzen sicherlich gut gewässert. Wie immer. Das Andenken aus Hvide Sande würde sie bestimmt freuen.

Miriam hatte sich vorgenommen, endlich wieder einmal zum Schwimmen zu gehen. Mindestens zwei Mal in der Woche. 

Die abfälligen Blicke ob ihres Alters und der Orangenhaut würde sie zu ignorieren wissen.

Sie freute sich jetzt schon auf das beheizte Außenbecken, in dem sie auch bei Minusgraden ihre Bahnen zöge….

Die Sturmflutwarnung für die kommenden Tage in Hamburg machte ihr zu schaffen.

Sicherlich mussten wieder einige Fahrzeug vom Fischmarkt abgeschleppt werden.

( © Monika Zelle 25.03.2025 )

Prinzessin Augusta

Prinzessin Augusta

Sie ist ganz nah die Qual der Wahl

Prinzessin Augusta durchlebt eine Höllenqual

Wen soll sie denn nun freien

Von diesen Dreien

Bittet sie Fritze oder Olaf zum Traualtar

Oder den schönen Robert gar?

Ja dann vielleicht den Jungspund Robert

Er Frauenherzen gern erobert

Wen soll sie lassen in ihre heiligen Hallen

Robert ist ihr noch der Liebste von Allen

Doch er ist ein Tunichtgut

Da verlässt sie aller Mut…..

Niemals aber Alice aus dem Switzerland

Als Weiberheldin stadtbekannt

Wie konnte sie ins Reich nur kommen

Wie hat sie diese Hürde genommen

Natürlich mit ihrer Burschenschaft

Bestärkt durch Freude und auch Kraft

Augustas Vater würde sich im Grabe umdrehn

Würde er die Reichsbürger im Lande sehen

Fritze verkündet landesweit

Mit der Burschenschaft keine Gemeinsamkeit

Doch dann bei einer Zusammenkunft

Hält er doch zur Zunft

Nun zu Augustas Frage

Wen soll sie freien am Hochzeitstage

Augusta soll an den Herd zurück

Sich freuen auf Kinder und Mutterglück

Kinder sind ja schön und gut

Doch noch fehlt ihr der Mut

Wer von den Dreien soll der Vater sein

Augusta fällt wohl auf keinen rein

Verdammt und zugenäht verflixt noch einmal

Mit der verrückten Qual der Wahl

Und nun ist es passiert

Der Olaf die Wahl verliert

Der Fritze soll der Auserwählte sein?

Da gibt’s von Augusta ein klares „Nein!“

Alice tönt in die Welt hinaus

Jetzt macht sie dem Lande den Garaus

Bevor Augusta all dieses wird hassen

Muss sie auf der Stelle das Land verlassen.

( © Monika Zelle 18.02.2025 )