Haikus Corona Januar 2021

Trump the gump

Angriff auf das Capitol

The global player?

+

Sturm auf die Bastie

Nein Sturm auf das Capitol

Völlig ungeschützt

+

American way of life?

A democratic country?

Not real way of life 

+

Trump the gump has gone

Joe Biden new president

Good luck good old Joe

+

At last a woman

Kamala Harris is Vice

Kamala good luck

+

The walls will be out

Mexico is free again

Thank you Joe Biden

+

Der Wind weht so kalt

Stehe auf meinem Balkon

War lang nicht im Wald

+

Der Wald fehlt mir sehr

Sehne mich nach den  Düften

Seinem weichen Moos

+

Ich liege im Gras

Kiefern wiegen sich im Wind

Die Wolken wandern

+

Es ist hell draußen

Sonne streichelt mein Gesicht

Lange Dunkelheit

+

Jeder Sonnenstrahl

Sind Küsse auf meine Haut

Sehnsucht wird gestillt

Wie ein Lichtermeer

So hell erscheint meine Welt

Nur ein Sonnenstrahl                                   

( © Monika Zelle 22.01.2021 )

Haikus Corona im Februar 2021

Viel Schnee in der Stadt

Kinder bauen den Schneemann

Schlitten im Keller

+

Ich liebe den Schnee

Knirschen unter den Schuhen

Schneebälle werfen

+

Wie tausend Sterne

Die Sonneneiskristalle

Lang ersehnter Schnee

+

Kinder und Hunde

Machen eine Schneeballschlacht

Tollen wild im Schnee

+

Schneeflocken rieseln

Zu uns hinab auf Erden

Schlittenfahrt im Schnee

+

Schnee bedeckt die Stadt

Ruhig und rein liegt sie da

Kein Müll zu sehen

Eine alte Platane

Ein Specht hämmert an den Baum

Mitten in der Stadt

( © Monika Zelle 03.02.2021 )

Rückblick auf das Jahr 2021

Rückblick auf das Jahr 2021

Es ist vollbracht.

Die Herdenimmunität erreicht. 

Corona ade.

Ein rauschendes Fest zu Sylvester, ohne Knallerei, und Weihnachten mit der ganzen Familie.

Viele Glückstränen sind geflossen.

Marco ist 44 Jahre geworden. Eine Glückszahl.

Im September, wie immer ein Dänemarkurlaub in Hvide Sande.

Verhalten, vorsichtig, immer noch mit etwas Abstand.

Unser Ferienhaus zu zweit.

Wellen, Strand und Meer.

Meine Spuren im Sand.

Ich habe gebadet. Wäre am liebsten nie mehr aus dem Wasser gekommen.

Mein Sohn lebt sein Sabbatjahr, reise….. reise…..,

Der 75. Geburtstag meines Mannes im Cafe Schafstall mit allen Verwandten und Freunden.

Im Juli Leas 7. Geburtstag mit 10 Kindern, diesmal auch die Großeltern dabei.

Sie geht wieder in die Schule.

Felix, der Schäferhundsmischling gnabst nicht mehr, gehorcht aufs Wort…..

Die Schreibwerkstatt findet im Sommer statt. Wir treffen uns wieder im Mekan.

Glückliche Zeiten.

Im Mai der 40. Geburtstag meiner Tochter

Alle sind gekommen.

Mein Geburtsgag, zwei Tage später als meine Tochter.

Die Feier fiel etwas kleiner aus.

Kreuzfahrtschiffe im Hafen nur an Steckdosen mit höchstens 400 Passagieren an Bord  erlaubt.

In der Hamburger Innenstadt dürfen nur Elektroautos fahren.

Massenveranstaltungen bleiben verboten.

War das erste Mal wieder Schwimmen im Holthusenbad. 

Ein Hochgenuss.

Wasser umspült meine Sinne, ich beginne zu träumen, von Unterwasserbäumen…….

Geschäfte und Restaurants sind wieder offen.

Ostereier suchen im Schnee.

Im April die erste und zweite Coronaschutzimpfung .

Noch gehen die meisten mit Maske und Abstand.

Mutter-und Kindkur auf Pellworm ein voller Erfolg.

Leas Pullunder für Pellworm fertig gestrickt.

Im Februar hält der Lockdown noch an.

Schreibwerkstatt Beginn am 08.02.2021.

Hoffentlich.

Natürlich nur virtuell.

Bestellung der Lebensmittel weiterhin bei Frischepost.

( © Monika Zelle 19.01.2021 )

Corona 29.12.2020

Das alte Jahr geht

Hat es uns etwas gebracht?

Das Neue Jahr kommt

+

Der Impfstoff ist da

Es kann nur besser werden

Herdenimmunität

+

Ein verrücktes Jahr

Fast gar nicht auszuhalten

Alles unfassbar

+

Wie eine Pfütze im Glas

Ein letzter Tropfen

Jahr geht zur Neige

Corona 14.01.2021

Wie wäre die Welt

Wenn Tiere sprechen könnten

Um vieles besser

Wenn Tiere schauen

Sprechen die Augen Bände

Ihre Not ist groß

A dog in the house

It can be a good old friend

The little Felix

Corona zeigt es

Öffnet uns die Augen weit

Ob wir es sehen?

Wir müssen lernen

Weniger ist oft viel mehr

Brauchen wir den Rausch?

Sternenhimmel pur

In der südlichen Neustadt

Klare Sternennacht

Der Mond scheint hell

Der Smog hat sich verflüchtigt

Danke Corona

Sylvester vorbei

Ruhige Sylvesternacht

Ohne Knallerei

Sauber die Straßen

Die Umwelt wird’s uns danken

Die Müllmänner auch

( © Monika Zelle 14.01.2021

Corona op Platt

Corona op Platt     Dezember 2020

Plattdüütsch mien Plattdüütsch

Plattdüütsch is een feine Sprook

Us eegen Modersprook

+

Se klingt musikalsch

Gemütlich kummt se dorher

Miene Modersprook

+

Watt se löppt de Tied

Wiehnachen is nich mehr wiet

Un nich so as sünst

+

Jo Geschenken gifft dat

Dor geiht keen Wech an vörbi

Kinneroogen groot

+

Dat Johr geiht to End

Keen godes Johr düsse Tied

Corona is dor

+

Wi kriegt dat in Griff

Dat wär doch eenfach gelacht

Wenn dat nich so is

+

Jo de Maskenplicht

Nu gifft dat Masken umsünst

Dat is doch mol nett

+

Hüüüt schient de Sünn scheun

De Heewen is hell un klor

Dat mögt wi Minschen

De Dag ward heller

Sünnenwend is nu schon dor

Denn hefft wi mehr Licht

( © Monika Zelle Dezember 2020 )

Meine Birke

Zum ersten Mal begegnete ich Dir auf meiner täglichen Walkingstrecke in den Wallanlagen, sah Deinen schlanken, schneeweißen Stamm.

Es war Liebe auf den ersten Blick.

Ich spürte das Verlangen, auf Deinen starken Armen hinaufzuklettern, um in Deiner Krone die zierlichen Blätter an den Ästen zu berühren, aber ich wollte Dich nicht mit dem Gewicht meiner schweren Gedanken belasten.

Nun…..da bist Du ja wieder, meine Schöne.

Gedankenverloren lehne ich mich an ihren Stamm, schaue hinauf durch ihre Äste, die sich leicht im Wind wiegen.

Heute höre ich das Rascheln der kleinen Blätter, es ist still in der Stadt, so still wie noch nie.  

Wie ausgestorben. 

Noch ist er grün, Dein Kopfschmuck, aber bald wird er sich gelb und braun verfärben, Deine Äste verlassen, auf den Boden säuseln, und achtlos von den Fußgängern unter ihren Füßen begraben.

Ich lehne mich mit meinem Rücken an Deinen sonnenbeschienenen Stamm, und spüre die Wärme in mir. 

„ Was sagst Du? Ich bin lange nicht da gewesen?“

„ Ja, das stimmt, ich traue mich manchmal nicht, einen längeren Spaziergang zu machen, aus Angst, ich könnte mich mit Corona anstecken!“

„ Du weißt nicht was das ist, meine Schöne?“ 

Das ist eine Pandemie, an der ich sterben könnte. Das Virus Covid 19 ist aus Wuhan in die Welt gestreut worden, wie Deine Blätter, die vom Sturm manchmal weit hinaus getragen werden, oder Deine Samen, die sich verbreiten, so dass wieder kleine Birkenkinder entstehen, mit dem Unterschied, dass aus dem Virus kein Leben entsteht, sondern er mörderisch sein kann.

„ Ich soll nicht sterben? 

So wie die Frauen und Männer auf den Gedenktafeln gegenüber, die im Nationalsozialismus auf dem Innenhof des Untersuchungsgefängnisses als Widerstandskämpfer und Kämpferinnen geköpft wurden? 

Ich schaue hinüber. 

Es hat sich etwas verändert.

Eine kleine Vase wurde an der Mauer unter den Gedenktafeln angebracht. Es sind aber gar keine Blumen darin.

„ Nein, keine Sorge, meine Schöne, ich werde mich schon nicht anstecken!“

Ich trage immer brav meine Maske. Sei froh, dass Du so etwas nicht tragen musst, Du würdest oft keine Luft zum Atmen haben.

Ich werde zwar nicht so alt werden wie Du, aber ein bisschen wirst Du meine Anwesenheit noch aushalten müssen auf dieser Erde.

Ich drehe mich um, und schlinge meine Arme um den weißen Stamm.

Ob sie wohl zugeschaut hat, als die Greueltaten in diesem Hof passierten, oder waren die Mauern noch höher, als sie eine zarte junge Birke war? 

Ja, Mauern müssen sein, damit niemand sieht, was hinter ihnen passiert, so wie die Mauern in den Köpfen der Menschen, die hier achtlos vorüber gehen.

Bäume können ja nicht sprechen.

Oder doch? 

Meine Birke kann sprechen.

Sie flüstert mir zu, ich solle sie nicht wieder so lange alleine lassen.

Sie bräuchte meine Wärme und Nähe, sonst fühle sie sich so einsam.

Ich drücke sie noch einmal ganz fest an mich, und verspreche, ganz bald wieder zu kommen, und Blumen für die Vase bringe ich auch mit.

Ich löse meine Arme von ihrem warmen Stamm, schaue noch einmal auf die Gedenktafeln,  falte meine Hände, und bete zum lieben Gott, dass solche Widerwärtigkeiten wie im Dritten Reich nie wieder passieren sollen, nehme kurz meine Maske ab, senke mein Haupt, hebe es wieder gen Himmel. 

Bestimmt schaut mein Vater jetzt von Wolke 7 herunter, und schüttelt mit dem Kopf. Wir glauben nämlich eigentlich nicht an Gott.

Ich winke meiner Schönen noch einmal zu. Ihre Äste winken zurück.

Zu Hause höre ich in den Nachrichten, dass ein junger Mann einen jüdischen Studenten vor einer Synagoge in Hamburg mit einem Spaten niedergeschlagen hat.

Wehret den Anfängen.

(  © Monika Zelle  06.10.2020 )

 Die Birke

Eines Dichters Traumgerank

Mag sich feiner nicht verzweigen

Leichter nicht dem Winde neigen

Edler nicht ins Blaue steigen

Zärtlich, jung und überschlank

Lässest du die lichten, langen

Zweige mit verhaltnem Bangen

Jedem Hauche regbar hangen

Also wiegend leis und schwank

Willst du mir mit deinen feinen

Schauern einer zärtlich reinen

Jugendliebe Gleichnis scheinen.

( Hermann Hesse) 

Die Perle am Hafenrand

Die Perle am Hafenrand

Es war Anfang der 1970iger Jahre als sie hierher zog.

In eine kleine Wohnung der Genossenschaft freier Gewerkschafter im Gängeviertel,

im Zentrum von Hamburg, nahe des Großneumarktes.

Ihre Arbeit konnte sie zu Fuß erreichen.

Damals wohnten hier ganz normale Leute, nicht reich, aber auch nicht arm.

Die Mieten bezahlbar.

Es gab noch den Schlachter, den Milchmann, die Gemüsefrau, und die Fischfrau um die Ecke. Alles bequem zu erreichen.

Jeden Mittwoch und Samstag war Markt auf dem Großneumarkt.

Doch dann fing er an sich zu wandeln, der Großneumarkt.

Die ganz normalen Kneipen wurden zu Szenekneipen, Yuppies eroberten ihn.

Es wurde laut im Viertel.

Luxuskarossen fuhren viel zu schnell durch die kleine Wexstraße.

Die ganz normalen Menschen fanden keinen Schlaf mehr.

Ende der 1980iger Jahre zog sie mit Mann und Kind von der nördlichen Neustadt in die südliche Neustadt, nahe des Hamburger Michels.

Freunde und Verwandte sagten abfällig: „ Was? Hier wohnst Du?, auf St.Pauli?

Die Reeperbahn war quasi um die Ecke.

Hier in ihrem Viertel lebten auch ganz normale Menschen. Hafenarbeiter, Handwerker,  darunter auch einige sozial schwache Menschen, aber auch Kapitäne, alles bunt durchmischt.

Unterhalb der Michaeliskirche ein Abenteuerspielplatz für Kinder, der nicht besser hätte sein können. Mit vielen alten Bäumen.

Oberhalb,  eine fast bis in den Himmel ragende Platane, die auch schöner nicht hätte sein können. Bestimmt ein halbes Jahrhundert alt.

Mit einer Bank drum herum, auf der Menschen sich ausruhen und das Rauschen der Blätter genießen konnten. Ein Idyll.

Eines Tages war er gefällt, ihr Baum.

Sie weinte, und schrieb ein Gedicht, ähnlich des Liedes von Alexandra „ Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im kühlen Morgenrot“.

Viele Platanen folgten. 

Das Verlagshaus Gruner und Jahr wurde aus dem Boden gestampft. Ein Koloss.

Der Abenteuerspielplatz wich einem kleinen Alibispielplatz über einer Tiefgarage.

Der Rodelberg auf der Michelwiese war auch weg, obwohl der SPD Fuzzi ihr versprochen hatte, das der bleiben sollte.

Immer mehr exklusive Wohnungen wurden gebaut, die für die Menschen hier unbezahlbar wurden.

So ganz nebenbei entstand das Portugiesenviertel.

Eine Fressmeile in der Ditmar-Koel-Straße.

Die Spaß-und Fressgesellschaft hielt Einzug.

Die Speisen für Otto-Normal-Verbraucher unbezahlbar.

Die MAZ, Mietenausgleichszahlung, wurde erfunden.

Obwohl ihr Sohn als Student in eine kleine Wohnung umgezogen war, deren Miete sie bezahlte, sowie den Bafögsatz, musste sie aufgrund der MAZ  mehr Miete für ihre Wohnung entrichten.

Viele zogen ins Umland. Die bunte Durchmischung wurde zur Farce.

Reiche überschwemmten die südliche Neustadt.

Die Hafencity wuchs heran, mit ihr Luxuswohnungen vom Feinsten,  immer mehr Hotels.

Entlang des Hafens gläserne Büros, die bis in den Himmel ragten.

Der Mittelstand wurde von den Reichen verdrängt.

Dann sollte der Venusbergpark mit Eigentumswohnungen bebaut werden.

Sie organisierte eine Demo mit den hiesigen Schulen und Kindergärten, 

wurde von Lehrern, Lehrerinnen, Erziehern und Erzieherinnen und natürlich den Kindern unterstützt. Der kleine Park wurde nicht bebaut. Es wurden kleine Nutzgärten angelegt.

Dann munkelte man, an der Ludwig-Erhard-Straße sollte ein Verlagshaus des „Spiegel“ entstehen, direkt bei ihr um die Ecke.

Es gründete sich eine Bürgerinitiative, die mit den Pastoren des Michels dagegen wetterte. Die Anhänger malten Plakate, zogen trommelnd durch ihr Viertel, erstellten eine kleine Zeitung namens „ Apschiet“, sammelten Unterschriften, und reichten diese beim Senat ein. 

Der Bau des Verlagshauses konnte verhindert werden.

Stattdessen wurden auf ihr Drängen einige wenige Sozialwohnungen gebaut.

Direkt daneben dann, fast im selben Atemzug ,wiederum Luxuswohnungen, in die Menschen einzogen, die eigentlich nicht hierher passten.

Plötzlich sollten Mietwohnung rund um die Rehhoffstraße in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. 

Auch das verhinderte die INI mit der Einführung der sozialen Erhaltungssatzung, die 10 Jahre währen sollte, und dann noch 10 Jahre verlängert wurde. 

Sie blieb mit ihrer Familie hier wohnen.

Das Viertel verändert sich immer mehr. 

Jede Lücke wird bebaut, alte Häuser abgerissen, deren Mieter hier Jahrzehnte wohnen.

Es gibt wieder Vertriebene.

Und dann die Veranstaltungen, mit denen sie hier überschwemmt werden.

Hafengeburtstag, G-Moove, Schlager Moove, Motorradgottesdienst, Bachtage, Dom, Harley Davidson Tage, St.Pauli Spiele, und last but not least, die bis zum Himmel stinkenden Kreuzfahrtschiffe, nicht zu vergessen, die Elfie, die dem Steuerzahler mit 800 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Das Viertel wird förmlich zugeschissen mit Festen und Touristen.

Heute rümpfen ihre Freunde und Verwandte nicht mehr die Nase.

Jetzt sagen sie: Oh, hier wohnst Du? 

( © Monika Zelle 08.12.2020 )

Die Francks

Die Francks

Man könnte meinen, sie hätten im Lotto gewonnen, die Francks. Vollbepackt mit Einkäufen in Plastiktüten kommen sie jeden Tag nach Hause, immer in neuen Klamotten. Gehen sie doch sonst immer so ärmlich angezogen. Er, in zerschlissenen Hosen, die beiden Kinder, mit altem Schuhwerk, und nicht einmal einen Wintermantel haben sie.

Kommen, wenn es richtig kalt wird, nie nach draußen zum Spielen.

Und jetzt?

Sie waren doch immer ganz arme Leute, gehörten nicht mal zum Mittelstand, so wie die meisten in dieser Mietskaserne. Beide ganz arme Arbeiter, sie Plätterin, er Bauarbeiter.

Der Junge hat einen Wolfsrachen, also eine Hasenscharte, wenn er spricht, versteht man ihn kaum. Nur die Kleine sieht einigermaßen normal aus. Und nun, gehen sie hoch erhobenen Hauptes im Treppenhaus an einem vorbei.  Grüßen nicht mal mehr.„ Wenn ut Schiet watt ward!“ Neureiche eben, die haben immer so einen Dünkel.

Und jetzt?

Hat sie auch noch einen Persianer an, der so lang ist, dass er fast über den Boden schlurrt. Viel zu schade für die. Und er?  Wie ein Gockel stolziert er durch die Straße, nix tu Boxen nix tu Ringen, keen Klavier tun Böön tu bringen. Früher ging er fast gebückt, und konnte einem kaum in die Augen schauen. Jetzt haben sie sich auch noch ein weißes Mercedes Caprio mit roten Ledersitzen gekauft, wissen kaum, wie man da einsteigt.

So unbeholfen. Hätten sie sich wenigstens eine Familienkutsche gekauft, wo sie alle richtig reinpassen. Sie ist nämlich wieder schwanger mit dem dritten Kind.

Na das passt ja. Und dann in der engen Mietwohnung, wie das wohl gehen soll.

Nein, das ist ja nicht zu fassen, jetzt steht ein großer Möbelwagen vor der Tür.

Die haben sich doch wohl nicht ein Haus oder eine Villa gekauft?

Und wie sie immer hochschauen zu den Fenstern, ob auch alle sehen, dass sie umziehen. 

Ja, die ziehen um, nicht zu übersehen. Keinen Handschlag machen die selbst. Wird alles von einer Umzugsfirma erledigt. Na dann Prost Mahlzeit.

Wenn man es nicht besser wüsste, müssen die Francks im Lotto gewonnen haben.

Na ja, wie dem auch sei. 

Trifft wenigstens mal die Richtigen, nicht immer die, die sowieso schon alles haben.

( © Monika Zelle  01.12.2020 )

Corona 2. Welle 14.12.2020

Corona zweite Welle Haikus  14.12.2020

Lautlos durch die Nacht

Schleiche ich mich in den Tag

Sie soll nicht vergehn

+

Er ist immer gleich

Der Pandemie geschuldet

Fließt schleichend dahin

+

Die Woche vergeht

Dennoch schnell wie im Fluge

Schneller und schneller

+

Ein harter Lockdown

Geschäfte sind wieder zu

Inhaber stöhnen

+

Eltern am Limit

Home Office und Homeschooling

Stichwort Corona

+

Schulen geschlossen

Schüler in Quarantäne

It is not the end

(  © Monika Zelle  14.12.2020 )